Rückblick
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18. Nationaler Wandertag der «Schweizer Familie» 2026 in Gstaad
Der 18. Nationale Wandertag der «Schweizer Familie» 2026 in Gstaad!
Text: Fabienne Eichelberger | Fotos: Sébastien Anex
SIE STRAHLEN MIT DER SONNE UM DIE WETTE
Bei prächtigem Bergwetter kamen rund 3000 Menschen zum Nationalen Wandertag der «Schweizer Familie» nach Gstaad. Gemeinsam mit prominenten Gästen unternahmen sie kurzweilige Touren und liessen den Tag bei Speis und Musik ausklingen.
Aus der Ferne ertönen sanfte Alphornklänge. Kühe mit prächtigem Kopfschmuck und schweren Glocken ziehen gemächlich durchs Dorf, während auffällig viele Menschen mit E-Bikes oder Wanderstöcken auf der Gstaader Promenade unterwegs sind. Unter ihnen ein bekanntes Gesicht: TV-Mann Nik Hartmann, 54. Wie rund 3000 weitere Gäste ist er zum 18. Nationalen Wandertag der «Schweizer Familie» ins Saanenland gereist.
Der Moderator begleitet jene Wanderinnen und Wanderer, die sich an die anspruchsvollste von drei Routen wagen. Sie führt über einen Panoramaweg Richtung Schönried. Um in den Genuss des Bergpanoramas zu kommen, muss zuerst ein Anstieg bewältigt werden. Nik Hartmann ist top motiviert. Er setzt sich sofort an die Spitze der Wandergruppe und ruft: «Los, mir nach!» Kaum ist die erste steile Passage geschafft, schaut er zurück und meint scherzhaft: «Noch zehn Minuten, dann sind wir am Ziel.» Mit dieser Zeitangabe liegt er natürlich daneben. Insgesamt sind für die Route dreieinhalb Stunden vorgesehen.
Fabrice, 13, aus dem Zürcher Unterland, schreckt das überhaupt nicht ab. «Ich habe schon mal einen Achtstünder gemacht», sagt er cool. Er ist mit seinem Grosi Gisela Graf, 71, nach Gstaad gekommen. Auch sie findet: «Für uns ist diese Wanderung eher ein Spaziergang.» Grossmutter und Enkel sind beide grosse «Happy Day»-Fans.
Viele Mitwandernde fragen den Moderator, wieso er ohne Hund unterwegs sei. Sie erinnern sich an seine Abenteuer bei «SRF bi de Lüt» mit Hündin Jabba und später mit Oshkosh. «Oshkosh ist nun vierzehn Jahre alt. Sie sieht und hört schlecht und leidet an Arthrose», erklärt Nik Hartmann. Für sie wäre die strengste Route nichts gewesen.
Mira Weingart, 29, führt die mittellange Wandertour an. Die SRF-Moderatorin sagt mit einem Augenzwinkern: «Ich bin froh, muss ich nicht auf die harte Route.» Sie war zuvor noch nie in Gstaad. «Dank des Nationalen Wandertags kann ich diese Bildungslücke schliessen.» Besonders inspirierend findet sie die Gespräche mit Menschen «aus allen Ecken der Schweiz».
Aus Luzern angereist ist Daniela Petrou, 62. Sie, ihre Tochter Eliana, 38, und ihre Schwester Paola Varano, 68, waren gemeinsam mit Mira Weingart unterwegs. Nun geniessen die Frauen das gemütliche Beisammensein auf dem Festgelände. Während Eliana zum ersten Mal am Nationalen Wandertag teilnimmt, waren Daniela und Paola schon mehrmals dabei. Sie sind sich einig: «Die Stimmung hier ist einzigartig.» Sie schätzen es, mit wildfremden Menschen unterwegs zu sein und ein Erlebnis zu teilen. Dass sich auf jeder Route ein Promi unter die Gruppe mischt, sei das Tüpfelchen auf dem i.
Das finden auch jene Wanderbegeisterte, die Pepe Lienhard, 80, auf der kürzesten Route begleiten. Sie freuen sich über Selfies mit dem Bandleader und lassen mitgebrachte Pepe-Bilder signieren. Ihre Tour führt am Luxushotel Gstaad Palace vorbei – doch erst nach einem steilen Aufstieg. Im Nachhinein meint Pepe Lienhard schmunzelnd: «Ich habe mich auf eine leichte Wanderung gefreut. Und dann ging es eineinhalb Stunden bergauf.» Zeit zum Verschnaufen bleibt wenig: Kaum zurück auf dem Festgelände, steht der Vollprofi auch schon auf der Bühne für den Soundcheck. Er hat später einen Auftritt mit seiner Band.
Die Besucherinnen und Besucher des Wandertags bummeln derweil durch den Gstaader Markt auf dem Festgelände. Die einen decken sich mit regionalen Köstlichkeiten wie Rauchwurst oder Alpen-Caramels ein. Andere schauen dem Schnitzkünstler Walo Perreten, 72, über die Schulter, der mit geübten Handgriffen aus einem Stück Fichtenholz eine Kuh zaubert. Einige versuchen sich am Stand von Regina Martin, 58, am traditionellen Scherenschnitt.
Je später der Nachmittag, desto öfter taucht ein und dieselbe Frage auf: «Wohin geht es nächstes Jahr?» Dieses Geheimnis lüftet Peter Jost, Chefredaktor der «Schweizer Familie». Doch erst lässt er das Publikum zappeln: «Ich gebe euch drei Hinweise.» Der erste: Die Anreise dauert von Luzern und Zürich gleich lange. Der zweite: Man sieht von dort sowohl den Eiger als auch den Chasseral. Und der dritte: Zum Festplatz fährt ein Bähnchen. Die Wanderfans rätseln, vermuten Wengen oder die Rigi – und liegen falsch. Der Wandertag 2027 wird in Bern auf dem Gurten stattfinden. Traditionsgemäss übergeben Flurin Riedi und Katrin Haldi von Gstaad Saanenland Tourismus den Wanderstab an Manuela Angst, Chefin von Bern Welcome. «Wir freuen uns wahnsinnig, euch alle bei uns zu begrüssen.» Man solle bloss nicht meinen, so Manuela Angst, als Berner seien sie langsam. «Wir sind gemütlich – und so wird auch der Wandertag bei uns.»
Mittlerweile ist das Festzelt bis auf den letzten Platz gefüllt. Kaum steht Pepe Lienhard mit seiner Band auf der Bühne, zeigt sich: Von Wandermüdigkeit ist keine Spur. Alle klatschen begeistert im Takt, und wer nicht klatscht, filmt mit dem Handy. Beim Evergreen «Swiss Lady» und während des Medleys aus Udo-Jürgens-Klassikern gibt es kein Halten mehr: Die Leute singen lautstark mit, manche beginnen, zu den eingängigen Rhythmen und Melodien zu tanzen.
Zum Abschluss ertönen noch einmal lüpfige Klänge. Die Ländlerfründe Walopsee sorgen mit Handorgel, Schwyzerörgeli und Kontrabass für Stimmung und laden das Publikum ein, bei ihnen auf der Bühne das Tanzbein zu schwingen.
BIS ZUM NÄCHSTEN JAHR AUF DEM GURTEN, BERN – 11. SEPTEMBER 2027
Alle weiteren Fotos aus der Fotobox finden Sie hier! Geben Sie das folgende Passwort auf der Seite ein: SF26Wandertag
1
Wanderroute Leicht: Das genussvolle Gstaad
Die Route wurde präsentiert von: Menuhin Festival Gstaad
Entdecken Sie die Highlights von Gstaad: die Dorfpromenade mit den charmanten Chalets, die Saane, das eindrucksvolle Bergpanorama und das Menuhin-Zelt als Wahrzeichen des bedeutendsten Kulturevents der Region. Ideal für Familien (mit Kinderwagen) und Geniesser.
Die Wanderung kann auch von sehbehinderten Menschen in Begleitung durch Guides absolviert werden. Falls Sie einen Guide benötigen, melden Sie sich bitte bis am 14. August 2026 unter info@gstaad.ch.
Dauer: ca. 1,25 Stunden ohne Rastzeit
Länge: ca. 5,1 km
Auf- und Abstieg: je 100 hm, von 1029 auf 1129 mü.M.
2
Wanderroute Mittel: Ins stille Turbachtal
Die Route wurde präsentiert von: Molkerei Gstaad
Diese Route führt ins liebliche und unbekannte Turbachtal. Durch schattige Wälder, entlang an traditionellen Bauernhöfen und dem erfrischenden Turnelsbach führt der Weg zur Gstaader Käsegrotte. Hier lohnt sich ein Besuch und eine Degustation des feinen Alpkäses.
Entlang des Louwibachs gehts zurück nach Gstaad.
Die Wanderung kann auch von sehbehinderten Menschen in Begleitung durch Guides absolviert werden. Falls Sie einen Guide benötigen, melden Sie sich bitte bis am 14. August 2026 unter info@gstaad.ch.
Dauer: ca. 2,5 Stunden ohne Rastzeit
Länge: ca. 8,0 km
Auf- und Abstieg: je 236 hm, von 1046 auf 1282 mü.M.
3
Wanderroute Schwer: Der eindrückliche Panoramaweg
Die Route wurde präsentiert von: SAH Alpenkräuter AG
die Wanderung führt von Gstaad nach Schönried. Wer unterwegs einen Blick zurückwirft, sieht das Saanenland in seiner ganzen Schönheit. Nach einem kurzen Halt in Schönried geht es über den Höhen- und Panoramaweg zurück nach Gstaad. Imposante Bergketten, liebliche Landschaften und ein tolles Panorama begleiten den Weg.
Die Wanderung kann auch von sehbehinderten Menschen in Begleitung durch Guides absolviert werden. Falls Sie einen Guide benötigen, melden Sie sich bitte bis am 14. August 2026 unter info@gstaad.ch.
Dauer: ca. 3,2 Stunden ohne Rastzeit
Länge: ca. 11,9 km
Auf- und Abstieg: je 290 hm, von 1046 auf 1336m ü. M.
4
E-BIKE-ROUTE Genuss-Tour Turbachtal
Die Route wurde präsentiert von: SAH Alpenkräuter AG
Die gemütliche E-Bike-Tour führt von Gstaad dem Fluss entlang ins unbekannte Turbachtal bis zum Dorf Turbach. Der Rückweg verläuft über die gegenüberliegende Talseite zurück nach Gstaad.
Rastplatz Alp Wintermatte.
Dauer: ca. 1,5 Stunden hin und zurück
Länge: ca. 16,2 km
Auf- und Abstieg: je 403 hm
Bike/E-Bike Miete vor Ort bei einem spezialisierten Mountainbike-Geschäft: gstaad.ch/bike